Pflegeberufsgesetz – eine Hängepartie?

„Es ist ein Trauerspiel, das der Bundestag – beziehungsweise die Regierungsfraktionen – sich mit dem Pflegeberufsgesetz leistet, und es trägt wesentlich zur Politikverdrossenheit zumindest bei den Pflegenden bei. Der Bundestag scheint auch nach der Sommerpause unfähig, eine Entscheidung zur Pflegebildungsreform zu treffen.“ Mit diesen deutlichen Worten fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) die Bundesregierung auf, endlich Klarheit in Sachen Pflegeausbildung in Deutschland zu schaffen. Schließlich stehe die Große Koalition, die laut Regierungsprogramm eine Ausbildungsreform vornehmen wollte, im Wort.

Doch stattdessen liegt entsprechende Regelung, das Pflegeberufsgesetz, schon seit Monat brach. Die Folge: Verunsicherung bei den ausbildenden Betrieben und, so der DBfK, „das Ansehen des Berufs nimmt täglich weiter Schaden“. Zum Hintergrund: Bereits im Januar 2016 beschloss das Bundeskabinett, den gemeinsamen Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesfamilienministeriums. Seitdem berät das Parlament über den Entwurf.

Die Ausbildungsreform sei zwar nur ein Baustein zur Reform der pflegerischen Versorgung in Deutschland – allerdings ein wichtiger. Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf sollen die drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Krankenpflege und der Kinderkrankenpflege zu einem neuen einheitlichen Berufsbild zusammengeführt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.